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Zeche Ewald

Neben den Uhus, von denen ich ja schon berichtet habe, gibt es auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald für Naturfotografen auch noch anderes zu entdecken. Selbstverständlich werden hier aber auch Fotografen, die nicht nach Naturmotiven suchen, fündig.Die adulten Uhus sind auch noch nach dem Verschwinden der Jungvögel in der Gegend unterwegs und zu entdecken. Gerade gegen Abend hat man die Chance. Und dann ist es unter Umständen auch am spannendsten. Während der große Vogel den Tag eher träge verschläft, wird er gegen 20 Uhr etwas munterer und fliegt schon mal mit Einbruch der Dämmerung zur Jagd. Mit entsprechend erhöhter ISO-Zahl kann man ihn dabei vielleicht erwischen. Interessant ist es aber sicher auch, den Vogel auf einem der Dächer, auf den Straßenlaternen oder anderen Aufbauten in Szene zu setzen. Hier erweisen sich moderne Kameras, die bei hohen ISO-Werten noch moderates Rauschverhalten zeigen, vorteilhaft. Natürlich wird man nicht immer das Glück haben, ihn fotogen anzutreffen, aber für jeden, der keine allzu große Anfahrt auf sich nehmen muss, ist es sicherlich einen Versuch wert.

Ewald_2_00002Der Uhu auf einem seiner Lieblingsplätze, bevor es auf Jagd geht.

Ewald_5_00005Die Kaninchen sind etwas zurückhaltend.

Möchte man nach anderen tierischen Bewohnern Ausschau halten, empfiehlt es sich natürlich, schon deutlich vor der Dämmerung zu erscheinen. Ich habe mich ihnen bisher eher so nebenbei gewidmet, aber auch das war schon recht nett. Aus dem Auto kann man versuchen, im Bereich der Zufahrtstrasse Kaninchen vor die Linse zu bekommen. Etwas später dann wird sich auch der Uhu sicher für sie interessieren. Zum Teil begegnen sie uns aber auch auf dem Gelände, während wir zu Fuß unterwegs sind. Nur sind sie nicht allzu zutraulich. Man hört und sieht einige Hausrotschwänze, die gegenwärtig mit frisch aus dem Nest ausgeflogenen Jungvögeln unterwegs sind. Immer wieder mal kommt es vor, dass sich das Männchen, das am Malakowturm sein Revier hat, auf einem der beiden auf dem Boden aneinander gelegten Förderrädern landet. Von hier aus stößt er auf Insekten nieder oder aber er nutzt den Platz für ein kurzes Lied. Mit längeren Brennweiten hat man dann die Chance auf Rostromantik mit Vogel, wenn man sich mal eine Zeit lang ruhig hinstellt und wartet.

Ewald_4_00004Hausrotschwanz auf Förderrad.

Sehr häufig hört und sieht man auch den Stieglitz, der sowohl in den Platanen als auch auf den derzeit sehr trockenen Rasenflächen und Brachen anzutreffen ist. Im Bereich des Biergartens und zwischen den angrenzenden Gebäuden sind beide Vogelarten dem Menschen gegenüber etwas entspannter als in den offenen Brachflächen. Dort sind sie die Anwesenheit von Personen halt nicht so gewohnt. Der das Gelände durchziehenden Wassergraben verdient auch einen aufmerksamen Blick. Sicherlich dürften hier Libellen anzutreffen sein, da sich kleine Fische im Wasser tummeln aber nicht unbedingt in großen Beständen. Zahlreich kommt der Wasserschlauch vor, eine aquatische Karnivore, deren attraktive gelbe Blüte eigentlich bald mal auftauchen könnte. Vor einigen Jahren war der Graben mal an einigen Abschnitten komplett gelb.

Ewald_6_00006Stieglitz in junger Platane.

Ewald_3_00003Der Graureiher am künstlichen Wasserlauf.

Sehr früh am Morgen ist natürlich immer eine gute Zeit für die Naturfotografie. Da sich andere Menschen hier zum Sonnenaufgang noch nicht in nennenswerter Zahl aufhalten, trifft man auch noch andere tierische Besucher an. Regelmäßiger Gast in den letzten Tagen war ein Graureiher, der den Wassergraben als Jagdrevier auserkoren hat. Er stammt sicher vom nahegelegenen Ewaldsee, der, ist man einmal vor Ort, auch gleich mal besucht werden kann. Leider ist dort die Parksituation etwas schwierig, da der größte Parkplatz gegenüber des Sees von Wohnwagen mit bunt bllinkenden Herzen annektiert worden ist. Sie verstehen…

Ewald_1_00001Die Arbeit ist getan.

Es gibt aber am Straßenrand schon andere Parkmöglichkeiten. Des weiteren lohnt auch ein Aufstieg auf die Halde Hohewart, egal ob am Morgen oder zum Sonnenuntergang. Der Blick geht weit über as länger verweilt, dem sei neben dem Biergarten nochder Bäckerdas Revier und ist als Fotostandort besonders zu Veranstaltungen mit großen Feuerwerksdarbietungen beliebt. Wer das Gelände einmal aufsuchen möchte und etwas länger verweilt, dem sei neben dem schon erwähnten Biergarten noch der auf dem Gelände befindliche Bäcker nahegelegt, der neben Mittagstisch auch ganz passablen Kuchen anbietet. Und das kann für einen Haldenaufstieg oder bevorstehendes Warten auf den Uhu ein Motivationsschub darstellen. Und wie sagt mein Kumpel Dieter Damschen immer: „Motiv kommt von Motivation“. In diesem Sinne…

 

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Ein Gedanke zu „Zeche Ewald“

  1. Und zum Uhu „Ewald“ gibt´s Markus live heute (Di., 13.6.) im WDR-Fernsehen um 19:30 Uhr in der „Lokalzeit Dortmund“. Wer´s verpasst: Die Lokalzeit-Sendungen sind ca. 14 Tage lang noch in der WDR-Mediathek verfügbar.

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