Uhu im Zwielicht - Kevin Winterhoff

Jugend forsch(t)

Briefmarkensammeln, Golfen, im Männergesangsverein singen! Es gibt Hobbies, welche automatisch dem eher älteren Eisen zugeordnet werden. Es wundert mich daher auch nicht, dass ich regelmäßig in verwunderte Gesichter schaue wenn ich erzähle, dass ich leidenschaftlicher Naturfotograf bin.

Kevin am Strand – ©Hermann Hirsch

„Dann sitzt du stundenlang in der Natur, tust nichts und wartest darauf, dass ein Tier kommt?“ – Diese und ähnliche Fragen offenbaren,  dass man es der heutigen Jugend nicht zutraut, einer solchen Beschäftigung nachzugehen. Dabei gibt es gerade in Deutschland einige der besten Nachwuchsfotografen was den Bereich der Naturfotografie betrifft. Und diese beschäftigen sich längst nicht nur mit warten und nichts tun, denn die kreative Sichtweise auf Dinge, hat längst in der Naturfotografie Einzug gehalten.

Haubentaucher im Gegenlicht – ©Jan Piecha
Ganz nah – ©Kevin Winterhoff
Black and White – ©Kevin Winterhoff

Lange Zeit war die Naturfotografie-Szene auch tatsächlich ein Treffpunkt für das, sagen wir mal, gereifte Alter. Das lag allerdings nicht allein an der Beschäftigung mit der Natur an sich, sondern auch sicherlich an den teuren Gerätschaften, sprich Fotoausrüstung. Letzteres hat sich sicherlich nicht geändert in den letzten Jahren und dennoch hat sich eine großartige Jugendszene in Europa herausgebildet. Die deutsche Jugend fand mit der Gründung der Jugendgruppe innerhalb der Gesellschaft deutscher Tierfotografen e.V. seinen Niederschlag. Mittlerweile gibt es dort über 25 Mitglieder, viele von diesen haben mittlerweile nationale und internationale Platzierungen in bekannten Wettbewerben erreicht. Und ich bin froh, Teil dieser Bewegung sein zu dürfen!

Mein Name ist Kevin Winterhoff und ich bin mit meinen 26 Jahren schon eher Tattergreis als Talent in der Jugendabteilung. Mit der Naturfotografie beschäftige ich mich seit meinem 4. Lebensjahr. Durch meinen Vater, welcher dieses Hobby selber lange Zeit betrieb, kam ich früh mit der Natur, aber auch den technischen Aspekten dieses Hobbies in Berührung. Mit 13 Jahren kaufte ich mir meine erste Spiegelreflexkamera, eine Nikon F50. Die kleinste damals erhältliche SLR, natürlich noch Analog! Ich fotografiere mittlerweile mit dem Canon Kamerasystem und werde in Zukunft immer wieder Blogeinträge für AC-Foto schreiben. Dieses werden  zumeist Erfahrungsberichte von meinen Exkursionen in die Natur sein, aber auch technische Berichte über neue Objektive gefallen mir gut.

Meine Fotos bewegen sich zwischen experimenteller und klassisch abbildender Naturfotografie. Wichtig ist mir grundsätzlich, dass die Bilder begeistern und etwas in den Menschen bewegen. Seien es eingefrorene Actionaufnahmen, ein Portrait eines Vogels oder die Highkey Aufnahme aus einer besonderen Perspektive. Die Fotos sollen Menschen dazu bringen, die Natur als etwas Schätzenswertes zu sehen, als großartige Schöpfung. Und dann darf man auch gerne verwundert gucken, wenn ich von meinem Hobby erzähle. Solang dieser Gesichtsausdruck auch bei den dann gezeigten Fotografien auf dem Gesichtern zu sehen ist, soll mir das Recht sein…

Heimlicher Rotfuchs – ©Kevin Winterhoff
Steinkauz im alten Birnbaum – ©Kevin Winterhoff
Uhu, dunkler Engel – ©Kevin Winterhoff
Uhu im Zwielicht – ©Kevin Winterhoff
Kevin Winterhoff

Kevin Winterhoff

Es war mein Vater, der mich zur Fotografie brachte. Im Alter von 13 Jahren kaufte ich mir eine gebrauchte Nikon F50. Sie war mein ganzer Stolz.

Durch die Hilfe vieler anderer Naturfotografen fing ich an, meine Fotografie zu verbessern. Im Alter von 18 Jahren, begann für mich mit der Nikon D200 die digitale Fotografie. Wachsende Kenntnis über die Natur und häufiger Einsatz der Technik führte zu einer deutlichen Verbesserung in meiner Fotografie.
Für mich bietet die Naturfotografie die Möglichkeit kurze Augenblicke voller zerbrechlicher Schönheit zu konservieren und diese anderen näher zu bringen. Mit meinen Naturfotografien versuche ich daher bei anderen eine Begeisterung für die Natur hervorzurufen.
Kevin Winterhoff

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