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~ Ein Morgen im Fotorevier ~

Nach längerer Zeit mit sehr gemischtem Wetter aus Sonne, Wolken und Regenschauern war die Wettervorhersage für dieses Wochenende sehr vielversprechend. Trotz etwas wenig Schlaf in letzter Zeit machte ich mich daher auf den Weg in die Felder.

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Zum Sonnenaufgang tauchten die ersten Rehe im Nebel auf. © Jan Piecha, EOS 5D III + Canon EF 500mm f/4L IS II USM + Canon Extender EF 1.4x III
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Je nach Gebiet ergaben sich immer wieder neue Stimmungen. © Jan Piecha, EOS 5D III + Canon EF 500mm f/4L IS II USM + Canon Extender EF 1.4x III

Der August ist für mich immer ein kleines Sommerloch was die Wildtierfotografie angeht. Im Mai beginnt die Natur zu erwachen und überall sprießt das neue Leben. Der Juni ist der klassische Sommermonat, wo die Vegetation vorhanden ist, die Felder bestellt und alle Tiere auf den Beinen sind. Darauf folgt der Juli, wo es in den Feldern immer etwas zu entdecken gibt, wie auch der letzte Blogeintrag hier gezeigt hat. Und der August? Nun ja, die Brunftzeit bei den Rehen ist durch und die Felder sind gemäht. Die Stoppeläcker mittlerweile umgepflügt und es stehen nur noch Maisfelder. Ohne die Vegetation ist es schwer sich den Wildtieren zu nähern und sie finden auf den gepflügten Feldern auch keine Nahrung mehr. So kommen verschiedene Gründe zusammen, weshalb die Chancen auf Begegnungen etwas schlechter sind als in den Monaten davor. Hinzukommend ist die Jungenaufzucht auch größtenteils beendet, weshalb bei den Tieren etwas Ruhe einkehrt.

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Der Nebel und die tiefstehende Morgensonne zaubern warme Farben. © Jan Piecha, EOS 5D III + Canon EF 500mm f/4L IS II USM + Canon Extender EF 1.4x III
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Im Gegenlicht beginnt der Morgentau zu funkeln. © Jan Piecha, EOS 5D III + Canon EF 500mm f/4L IS II USM + Canon Extender EF 1.4x III

Das gute Wetter wollte ich natürlich trotzdem gerne nutzen. Einen Vorteil hat es, wenn die Tage nicht mehr so lang sind – um 6 Uhr aufstehen reicht aus. Der Morgen verlief eigentlich wie erwartet. Keine sonderlich herausragenden Sptzenfotos, aber immer wieder schöne Momente und die ein oder andere spannende Lichtstimmung. Nebel und Sonne wechselten sich ab, weshalb sich eine Vielzahl an Möglichkeiten ergab. Am Ende der heutigen Tour hatte sich eine relativ breite Spanne an ganz unterschiedlichen Fotos angesammelt.

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Eine Rarität! Das Highlight der heutigen Tour war ein junger Rotfußfalke. Die Art lebt normalerweise im östlichen Europa und den Steppen Asiens. © Jan Piecha, EOS 5D III + Canon EF 500mm f/4L IS II USM + Canon Extender EF 1.4x III
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Auch zu fortgeschrittener Stunde ergaben sich noch schöne Momente. © Jan Piecha, EOS 5D III + Canon EF 70-200mm f/4 L IS USM

Vielleicht ist ja gerade das die Besonderheit des Augusts? Eine Art Wundertüte, die viele unerwartete Möglichkeiten bereithält und immer für eine Überraschung gut ist. Die Aufnahmen sind heute Morgen – am 29.08.2015 – entstanden und wurden größtenteils mit der 5D Mark III und dem Canon 500mm f/4 L IS II USM gemacht.

Jan Piecha

Jan Piecha

Jan Piecha

Mein Name ist Jan Piecha (*1990) und ich bin Naturfotograf. Das kommt vermutlich daher, weil ich in einem kleinen Dorf aufgewachsen bin, wo man auch mit extrem viel Mühe der Natur nicht aus dem Weg gehen könnte.
Vor vielen Jahren bekam ich von meinen Eltern eine erste Digitalkamera zum Geburtstag, die ich vorzugsweise in der Natur ausprobiert habe. Aus den Versuchen wurde ein Hobby und aus dem Hobby eine Leidenschaft. Besonders gerne fotografiere ich Vögel und Säugetiere, da die Herangehensweise an diese Arten immer wieder aufs Neue spannend ist und auch mal Action geboten wird. Dabei arbeite ich gerne an Geschichten zu Arten oder Gebieten und nicht nur am einzelnen Bild.
Obwohl mir die Motive vor der Haustür am liebsten sind, genieße ich es auch komplett neue Gegenden in fernen Ländern zu erschließen. Annähernd jede Art fehlt noch im Archiv und man kann sich ganz von neuem austoben. An den Bildern und Erinnerungen solcher Touren kann ich mich noch Jahre später erfreuen.
Jan Piecha

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