Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM

Ein Gastbeitrag von Angelika

In einem dunklen, dunklen Wald in einem dunklen, dunklen Bau wohnt ganz heimlich, still und leise ein Tier, das nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen: die Rede ist vom Dachs.

Dachse leben bevorzugt in Laub-und Mischwäldern und sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Und genau das macht es für uns Wildtierfotografen so schwer sie mit ausreichend Licht fotografieren zu können.

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

Letztes Jahr habe ich meine ersten Versuche bei einer kleinen Dachsfamilie gemacht. Doch mit meinem EF 500/4.0 von Canon stieß ich ziemlich schnell an meine Grenzen. Als der erste Dachs sich zeigte, war ich schon bei 25.000 ISO. Also beschloss ich, dieses Jahr technisch aufzurüsten und habe mir das Canon RF 400/2.8 L IS USM ausgeliehen.

Und was soll ich sagen, es war toll. Als der erste Dachs kam, das war um ca. 20 Uhr, hatte ich zum Teil nur eine ISO von 8000. Das heißt: Ich hatte viel mehr Zeit, Fotos von den Dachsen zu machen als im Jahr zuvor. Und selbst als die ISO-Werte für Fotos zu hoch waren (60.000 und mehr) konnte ich immer noch filmen. So verbrachte ich eine ganze Woche mit den Dachsen und konnte viele schöne Fotos und Videos machen.

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

7 Tage mit Familie Dachs

Ich hatte das große Glück, einen Bau zu haben, in dem eine ganze Großfamilie lebte. Neben den Elterntieren waren auch vier Jungtiere aus dem letzten Jahr und vier Jungtiere aus diesem Jahr vor Ort. Die Dachsburg war sehr groß und hatte viele Ein- und Ausgänge. Ich platzierte mich also so, dass ich einen möglichst guten Überblick hatte, da man nie weiß, aus welchem Ausgang sie letztendlich herauskommen.

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

Der Alltag bei Familie Dachs lief jeden Tag ziemlich ähnlich ab. Zuerst zeigte sich ein Dachs und checkte die Lage. Dann folgten nach und nach die anderen Familienmitglieder. An einer kleinen Freifläche begann dann das große Putzen. Jedes Individuum putzte sich selbst und die anderen. Die Jungtiere begannen anschließend miteinander zu spielen und zu raufen. Dabei haben sie dann auch gequietscht. Diese Geräusche waren mir neu – ich dachte immer Dachse seien still.

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

Dann machte sich ein Dachs nach dem anderen auf in den Wald, um Futter zu suchen. Die Jungtiere aus diesem Jahr blieben zurück und das ein oder andere Männchen widmete sich dem Ausbau der Wohnhöhle, indem es fleißig Erde schaufelte. Es war eine wunderschöne Zeit mit vielen tollen Erlebnissen.

Wie hat sich das Canon RF 400/2.8 geschlagen?

Das Fotografieren mit dem RF 400/2.8 war eine große Freude. Neben der hohen Lichtstärke war auch der Autofokus sehr schnell und präzise – und das selbst bei wirklich wenig Licht. Auch der Bildstabilisatorhat überzeugt. Ich habe einmal freihändig gefilmt und fast keinen Unterschied zur Verwendung mit einem Stativ gemerkt. Das ist erstaunlich, da normalerweise meine Videos ohne Stativ immer so verwackeln, dass sie eigentlich nicht zu gebrauchen sind.

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

Zusammen mit meiner EOS R6 Mark II und dem RF 400/2.8 konnte ich wirklich schöne Ergebnisse erzielen und es hat sehr weh getan, dieses Objektiv wieder abgeben zu müssen.

Mein Fazit

Wer in sehr schlechten Lichtverhältnissen fotografieren möchte, ist mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM sehr gut beraten. Es ist lichtstark, liegt gut in der Hand, hat einen hervorragenden Bildstabilisator sowie einen schnellen Autofokus. Manchmal etwas zu schnell, da er auch ab und zu den Fokus verloren hat, wenn es Hindernisse gab. Aber zum Glück hat er ihn dann auch sehr schnell wiedergefunden.

Dachse fotografieren mit dem Canon RF 400/2.8 L IS USM © Angelika

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Über mich

Mein Name ist Angelika und ich bin von Beruf Grafik-Designerin.

Das Hobby Wildtierfotografie habe ich intensiv 2019 begonnen und mittlerweile ist es meine große Leidenschaft. Ich verbringe jede freie Minute draußen und genieße die Natur und die wunderschönen Tierbegegnungen. Meine erste Spiegelreflexkamera habe ich mit ca. zwölf Jahren bekommen. Seitdem fotografiere ich alles, was mir vor die Linse kommt. Doch erst in der Wildtierfotografie habe ich meine Erfüllung gefunden.

Wildtierfotografie ist mehr als nur meine Leidenschaft – sie ist meine Berufung.

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