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AC-Foto Kalender 2017 (Teil 3/3)

Aller guten Dinge sind drei. Zum Ende des Jahres möchten wir euch gerne noch die restlichen Kalenderbilder vorstellen und euch die Entstehungsgeschichte etwas näher bringen.

September : Unterwegs im Park (Foto: Hermann Hirsch)

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Konturen eines Eichhörnchens. © Hermann Hirsch

Ein Vorteil in der Stadt zu wohnen ist sicherlich der, dass die Tierwelt sich an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt hat. In Stadtparks kann das sogar dazu führen, dass sie ihre Scheu nahezu komplett verlieren. Das eröffnet für Fotografen neue Spielräume. In diesem Fall wurde mit Blitzen, die hinter dem Eichhörnchen positioniert wurden eine neue Lichtsituation erschaffen. Durch den besonnten Hintergrund gelang jedoch eine natürlich wirkende Ausleuchtung des Eichhörnchens. Eine Aufnahme, die in der Wildnis sicherlich schwieriger umzusetzen wäre.

Oktober: Morgenstimmung (Foto: Hermann Hirsch)

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Nebelstimmung an einem kleinen See. © Hermann Hirsch

Es war einer der so märchenhaften Spätsommermorgende, als ich lange vor der Arbeit das Haus verließ, um zu fotografieren. In den Tagen zuvor beobachtete ich sehr starke Nebelaufkommen in der Nähe von Gewässern. So war auch an diesem Morgen ein kleiner See in Dortmund mein Ziel. Noch vor Sonnenaufgang erreichte ich ihn und brachte mich in Stellung. Etwa 1 Stunde später entstand dieses Bild, als die noch rote Sonne den ganzen See in einen wunderschönen Goldton tauchte.

November : Im Blätterdach (Foto: Hermann Hirsch)

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Zaunkönig im Geäst. © Hermann Hirsch

Häufig ist es mein Ziel, alltägliche Tiere auf eine neue, vielleicht ungewohnte Art und Weise zu zeigen, die dadurch einen neuen Reiz bekommen. In meinem Lieblingspark in Dortmund bin ich so häufig gezielt auf der Suche nach Gegenlichtsituationen. Diese ermöglichen das Abbilden von Tieren als Silhouette wie auf diesem Bild. Durch den verfärbten Himmel im Hintergrund konnte ich ein mystisch anmutendes Flair einfangen. Und das mitten in der Stadt!

Dezember: An der Winterfütterung (Foto: Kevin Winterhoff)

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Eine Blaumeise in Schneelandschaft. © Kevin Winterhoff

Der Winter bleibt meine Lieblingsjahreszeit. Das besondere Licht und der Schnee gepaart mit der Möglichkeit Tiere anzulocken gefällt mir einfach. So war es auch hier bei der Blaumeise. Übers Jahr verfüttere ich gut und gern 100kg Vogelfutter an verschiedenen Plätzen. Diese Blaumeise ließ sich auf einen Ruheplatz nieder, sodass ich einige Bilder machen konnte. Die letzten Zeichen des Herbstes in Kombination mit den typischen Zeichen des Winters sozusagen.

Das war der letzte Teil unserer Serie zum Naturfotokalender 2017. Wir hoffen, dass Ihnen die Entstehungsgeschichten einen kleinen Einblick über unsere Arbeit geben konnten. Bestellt werden kann der Kalender „Faszination Naturfotografie 2017“ übrigens hier.

Jan Piecha

Jan Piecha

Mein Name ist Jan Piecha (*1990) und ich bin Naturfotograf. Das kommt vermutlich daher, weil ich in einem kleinen Dorf aufgewachsen bin, wo man auch mit extrem viel Mühe der Natur nicht aus dem Weg gehen könnte.
Vor vielen Jahren bekam ich von meinen Eltern eine erste Digitalkamera zum Geburtstag, die ich vorzugsweise in der Natur ausprobiert habe. Aus den Versuchen wurde ein Hobby und aus dem Hobby eine Leidenschaft. Besonders gerne fotografiere ich Vögel und Säugetiere, da die Herangehensweise an diese Arten immer wieder aufs Neue spannend ist und auch mal Action geboten wird. Dabei arbeite ich gerne an Geschichten zu Arten oder Gebieten und nicht nur am einzelnen Bild.
Obwohl mir die Motive vor der Haustür am liebsten sind, genieße ich es auch komplett neue Gegenden in fernen Ländern zu erschließen. Annähernd jede Art fehlt noch im Archiv und man kann sich ganz von neuem austoben. An den Bildern und Erinnerungen solcher Touren kann ich mich noch Jahre später erfreuen.
Jan Piecha

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